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Tomasz Stanko Quintet „Dark Eyes“

Die Dämmerung begegnet meinem Blick mit leiser Melancholie, charmant-zarter Rauheit, oder doch mit einer im Halbdunkel verborgenen lyrischen Stimmung? Ich kann es nicht klar beantworten, wahrscheinlich ist es eine Fusion all dieser Eindrücke, die sich eventuell ein Album wie „Dark Eyes“ von Tomasz Stanko als musikalische Begleitung wünschen würde.

Der geniale polnische Trompeter macht sich zusammen mit dem Pianisten Alexi Tuomarila, Schlagzeuger Olavi Louhivuori, Bassist Anders Christensen und Jakob Bro an der Gitarre auf eine Reise die ihn, immer gebettet auf einer harmonischen Grundstimmung mit getragenen Melodiebögen, innerhalb einer zuweil düsteren Atmosphäre genug Raum für reduzierte Impovisationen lässt.

Neben den Kompositionen Stankos findet man auch zwei Stücke von Krzysztof Komeda, mit dem Tomasz Stanko bereits in den 60er Jahren zusammen spielte.

Mir gefällt dieser sparsam und sehr konzentriert vorgetragene Klangkosmos, das ökonomische Ensemblespiel mit seinen finnischen und dänischen Musikern, bei dem man nie das Gefühl hat, als sei etwas innerhalb dieser spannenden Musik an den falschen Ort geraten.

Für die Ohren ein Glücksgefühl!

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